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Altenpfleger/in
Immer mehr pflegebedürftige, multimorbid
oder demenziell erkrankte ältere Menschen benötigen fachkundige,
pflegerische Unterstützung und Hilfe bei der Bewältigung
ihres täglichen Lebens. Hierfür werden Altenpflegerinnen
und Altenpfleger hervorragend ausgebildet. Die, auf die Bedürfnislage
alter Menschen zugeschnittene, dreijährige Pflegeausbildung
umfasst 2100 Stunden Theorie und 2500 Stunden Praxis, mit dem Ziel,
einen qualifizierten, praxisnahen und zukunftsfähigen Berufsabschluss
zu erwerben..
Auszubildende erlangen während der Pflegeausbildung in Schule
und Praxis die Fähigkeit zur selbstständigen, eigenverantwortlichen
und prozessorientierten Pflege sowie zur Beratung, Begleitung und
Betreuung alter Menschen. Als Grundlage des pflegerischen Handelns
lernen sie die Würde des Menschen zu achten.
Während der Ausbildung lernen die PflegeschülerInnen den
einzelnen alten Menschen in seiner gesamten Persönlichkeit
wahrzunehmen. Sie verstehen die Bedeutung der Biografie, der Lebensumstände,
der Interessen und Bedürfnislagen im Zusammenhang mit der individuelle
Prägung jedes Menschen. Dazu erfassen die Auszubildenden die
grundlegenden Muster menschlichen Verhaltens und erlernen einen
adäquaten und kompetenten Umgang mit den Pflegebedürftigen.
Für den Erwerb von handlungsorientierter Pflegekompetenz ist
eine vertiefte Auseinandersetzung mit medizinisch- pflegerischen
Fragestellungen unabdingbar. Hierbei fließen naturwissenschaftliche
und pflegewissenschaftliche Erkenntnisse in die Ausbildung ein.
Weiterhin erfassen die Auszubildenden die Lebenswelten alter Menschen.
Unterstützt durch soziologische, psychologische und gerontologische
Sichtweisen lernen sie die soziale Lage und die Stellung alter Menschen
in unserer Gesellschaft kennen. Sie erfahren, dass das Alter ein
multidimensionaler und individueller Prozess ist und mit Veränderungen
im sozialen, psychischen und physischen Bereich einhergeht.
Überdies beschäftigen sich die Auszubildenden mit rechtlichen
Fragestellungen, damit beratend, begleitend und eigenverantwortlich
pflegerisch gehandelt werden kann.
Ebenso werden die Grundlagen für qualitätssichernde Maßnahmen
sowie Konzepte und Methoden der Qualitätsentwicklung als unverzichtbare
Bestandteile des heutigen und künftigen Pflegeverständnisses
vermittelt.
Außerdem lernen die Auszubildenden ihr berufliches Handeln
zu reflektieren. Darüber hinaus
können sich die Schülerinnen und Schüler im Pflichtbereich
Religion mit den religiösen Fragestellungen der Altenarbeit
auseinandersetzen und im Pflichtbereich Deutsch die Schreib-,
Lese- und Sprachkompetenz vertiefen.
Zugangsvoraussetzungen:
Dreijährige Altenpflegeausbildung:
- Mittlerer Bildungsabschluss (mittlere
Reife oder ein anderer gleichwertiger, zehnjähriger Berufsabschluss)
oder
- Hauptschulabschluss plus eine abgeschlossene
zweijährige Berufsausbildung,
oder eine abgeschlossene Ausbildung in der Altenpflegehilfe
oder der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe
- Persönliche und gesundheitliche Eignung
Einjährige Altenpflegehilfe:
Die Aufgaben der Altenpflegehilfe liegen
vor allem in den unterstützenden Tätigkeiten und in
der grundpflegerischen Versorgung alter Menschen.
Zugangsvoraussetzungen für die einjährige Altenpflegehilfeausbildung:
- Hauptschulabschluss plus
- Einjährige einschlägige Tätigkeit im Pflegebereich
oder
- einjährige einschlägige Vollzeit- oder Teilzeitschule
oder
- freiwilliges soziales Jahr (FSJ) oder
- einjährige einschlägige Tätigkeit in der Pflege
- Persönliche und gesundheitliche Eignung
Die Aufnahme an der Fachschule für Altenpflege
erfordert immer den Nachweis eines Ausbildungsplatzes in einer
ambulanten oder stationären Pflegeeinrichtung
Oberlinhaus
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Ausbildungsverzeichnis (pdf Datei) >>
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